Archive for September, 2012

Der Gegenentwurf

Donnerstag, September 27th, 2012

Die Spassbremsen

Zockerbudenpolitik

Donnerstag, September 27th, 2012

Geld regiert die Welt! Und alles andere auch.

Gute Besserung

Donnerstag, September 27th, 2012

Gute Gesundheit ist nur eine Frage der Bonität.

Steve Frayne

Mittwoch, September 26th, 2012

Nutzloses K-Fragenwissen

Dienstag, September 25th, 2012

Scheitern ist nichts Ehrenrühriges. Wiederholtes Scheitern, dass der eigenen Ignoranz geschuldet ist, nennt man jedoch Dummheit.

(Dadalus Uggla, 2012)

Ökonomisches Artensterben

Dienstag, September 25th, 2012

Der Tod der Bäckereifachverkäuferin

Der Exzentriker

Dienstag, September 25th, 2012

Glenn Gould zum 80. Geburtstag († 1982)

Neues von der Spasspartei

Montag, September 24th, 2012

Leider sind Menschen, die an ihre eigenen Lügen glauben, nicht ganz ungefährlich.

(Dadalus Uggla, 2012)

Die Spam der Woche

Montag, September 24th, 2012

Ohne Worte!

Die letzte Drohung

Montag, September 24th, 2012

Der Sündenablassverweigerungsbrief

Neues vom Weichmacher

Montag, September 24th, 2012

Der Käse ist überall drin!

Josy Belosy

Samstag, September 22nd, 2012

Josy Belosy

Mein Name ist Josy Belosy und ich habe Kopfschmerzen.

Ich bin zweiundfünfzig Jahre und ein Auftragskiller. Gewesen.

Vor zwei Jahren hat mich die Berufsgenossenschaft der Massenmörder altersbedingt und wegen zu hohem Alkoholkonsums vom Dienst suspendiert.

Seit dem bin ich arbeitslos. Erst Arbeitslosengeld I, danach Hartz IV.

Das Übliche.

Die Dame vom Arbeitsamt hatte mir verschiedene Umschulungen angeboten.

Zu erst zum Sprengmeister. Hahaha. Meine Güte, mit welchen vorsintflutlichen Methoden die da arbeiteten, mir wurde ganz anders! Haben die denn nie eine ordnungsgemäße Ausbildung in einem Terrorcamp absolviert? Und dann diese Sprengstoffe. Ich bin hochgradig allergisch gegen dieses Scheiss-Dynamit. Fange ich immer an zu niesen. Ich habe immer schön sauber mit Plastiksprengstoff gearbeitet. Kleines Päckchen C 4 aus der Tschechei am Bodenblech des Autos, Fernzündung über Handy. Fertig. Effektiv, laut, sicher. Größtmögliche Aufmerksamkeit. Und was machen die? Röhrchen mit Dynamit hier, Röhrchen mit Pülverchen da. Statik vom Gebäude ausmessen, Strassen absperren, Rauchentwicklung berechnen, Testsprengung… So ein Quatsch! Eine Tonne Semtex mit Zeitschaltuhr in der Lobby macht dasselbe. Kaputt ist kaputt.

Mann, diese Kopfschmerzen!

Dann kam die Tante vom Arbeitsamt mit einem Ausbildungsvertrag zum Schlachter. Als wenn es egal wäre, irgend ein Dreckschwein mit einem sauberen Schuss zwischen die Augen zu erledigen oder so ein niedliches Tierchen mit einem Stromschlag zu Tode zu quälen. Und dann die lausige Bezahlung. Ich habe für einen Politiker mehr bekommen, als hier für zwanzigtausend dieser armen Schweine. Ausserdem bin ich Vegetarier. Man kann doch nicht essen, was man ermordet hat. Das habe ich mir schon vor zwanzig Jahren abgewöhnt, als ich bei einem befreundeten Kannibalen zum Abendbrot eingeladen war. Der Schinken war durchaus lecker. Aber als ich dann erfuhr, dass der aus dem Oberschenkel seiner Exfrau stammte, war der Appetit schlagartig weg.

Nun gut, mein alter Kannibalenfreund konnte nicht wissen, dass ich früher mal etwas mit seiner Frau hatte.

Dann kam meine Fallmanagerin mit einer neuen Idee. Jäger! Ich in Uniform! Das erste was ich erlegte, war der Dackel des Revierförsters. Letzterer wollte mich danach nicht mehr weiter ausbilden. Lag vielleicht auch daran, dass ich ihn gleich nach dem Hund erschossen hatte. Als ich das Konto des Weidmannes leer räumte, stellte ich fest, dass seine Frau wesentlich reicher sein musste als er. Ich also zurück und die Alte auch platt gemacht. War aber keine gute Idee. Des Försters Frau war die Schwester meiner Fallmanagerin. Die kann mich jetzt nicht mehr leiden und hat mir zusammen mit ihrem Rechtsanwalt einen Job in einer Tütenkleberei vermittelt. Höchstrichterlich! Das soll ich jetzt für ziemlich lange machen. Da muss ich mir noch mal dringend was überlegen. Aber jetzt klopfe ich erst einmal. Ich brauche unbedingt etwas gegen meine Kopfschmerzen.

(© by Dadalus Uggla, 2008)

aus: ‘Im Wendekreis des Jasagers’

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