Archive for Juli, 2016

Reine Verhandlungssache

Samstag, Juli 30th, 2016

Der härteste Diskussionsgegner ist meistens die mahnende Stimme im eigenen Kopf.

(Dadalus Uggla, 2014)

Kurze Unterwassergeschichte

Samstag, Juli 30th, 2016

Der Hai und der Orca
Trafen sich ein Hai und ein Orca.
Sagte der Hai: Ich habe dich zum Fressen gern.
Antwortete der Orca: Ich dich auch.
Der Rest war blutiges Wasser.

(© by Dadalus Uggla, 2014)

Neues aus Bayreuth

Samstag, Juli 30th, 2016

Die politische Einsicht

Samstag, Juli 30th, 2016

Moral und politische Karriere sind selten miteinander vereinbar.

(Dadalus Uggla, 2011)

Gewinn und Verlust

Freitag, Juli 29th, 2016

Der Mensch muss endlich lernen, dass das Streben nach immer mehr Gewinn ihm Verluste beschert, die er nie wieder kompensieren kann.

(Dadalus Uggla, 2016)

Behördliche Schikane

Donnerstag, Juli 28th, 2016

Faschismus entsteht zwangsläufig dann, wenn man kleingeistigen Menschen zu viel unkontrollierte Macht anvertraut.

(Dadalus Uggla, 2013)

Staatsflottengeheimnisse

Dienstag, Juli 26th, 2016

Verbrechen lohnen sich doch!

Sweet Thing

Dienstag, Juli 26th, 2016

Traurige Erkenntnis

Dienstag, Juli 26th, 2016

Man kann sich mittlerweile fast überall auf der Welt darauf verlassen, dass die nachweislich skrupellosesten Menschen mit den höchsten Staatsämtern der jeweiligen Länder betraut werden.

(Dadalus Uggla, 2016)

Die Betrunkene

Dienstag, Juli 26th, 2016

Ohne Worte!

Kleine Märchenstunde

Sonntag, Juli 24th, 2016

Arm zu sein ist keine Tugend. Reich zu sein auch nicht.

(Dadalus Uggla, 2016)

Von Amok und Terror

Sonntag, Juli 24th, 2016

Von Amok und Terror
Vielleicht wird es langsam Zeit darüber nachzudenken, warum sich diese entsetzlichen Taten immer mehr häufen und ob es tatsächlich nur ‘Einzelfälle’ wahnsinniger oder religiös verblendeter Täter sind.
Sicherlich ist es in Bagdad, Kabul oder Islamabad an der Tagesordnung, dass sich Selbstmordattentäter mitten im Stadtgebiet in die Luft sprengen. Aber genauso gehört der Amoklauf auch in den USA mittlerweile zum täglichen Polizeialltag, ob an Schulen, Universitäten oder in Einkaufszentren. Und immer sind es dort, genauso wie in den arabischen Ländern meistens junge Menschen, welche den einzigen Sinn noch in ihrem Leben sehen, anderes Leben auszulöschen.
Gemeinsam ist beiden Kulturkreisen ebenso die ständige und unmittelbare Verfügbarkeit jedes erdenklichen Waffenarsenals.
Es ist somit auch völlig unerheblich ob man es als Amok bezeichnet oder Terror nennt, nur weil vor dem Mord noch ein arabischer Betspruch aufgesagt wurde. Auch wäre es falsch, nur das Internet oder die ’sozialen Medien’ verantwortlich zu machen, weil man da Ballerspiele zocken, sich darüber schneller blitzradikalisieren oder zum Massenmord verabreden könnte.
Nein, vielleicht sollten die Ursachen doch wo ganz anders gesucht werden, nämlich in den gesellschaftlichen Verhältnissen, die unsere Regierungen in unseren, genauso wie in den Ländern geschaffen haben, in denen sie als Protektoren im UNO-Gewand auftreten und für ‘demokratische’ Verhältnisse sorgen wollen.
Leider sehen europäische und amerikanische Politiker ihre Prioritäten immer darin, die so genannte ‘Ordnung’ in fremden Staaten aufrecht zu erhalten, statt die drängenden Probleme im eigenen Land zu lösen. Klar! Das riesige und stets wachsende Heer von Tagelöhnern, Arbeitslosen und Armen ob in Amerika oder Europa ist ein teurer Spaß, den es mit irrwitzigen Summen zu alimentieren gilt.
Viel lukrativer ist es doch, die Rüstungsindustrie anzukurbeln und mit Hilfe dieser, tausende Kilometer (oder Meilen) entfernt, ‘nationale Interessen’ durchzusetzen, auch unter der Prämisse, dass in besagten Ländern danach kein Stein mehr auf dem anderen steht. Dass sich dann dort, bei den mit täglichen Kriegsgräueln konfrontierten Menschen die Gewalt als einzige Option ihren Weg bahnt, ist genauso wenig verwunderlich, wie die Massenflucht aus diesen Ländern.
Doch auch in der westlichen Welt finden schon lange existentielle Verteilungskämpfe in unfassbaren Dimensionen statt, die durch die Flüchtlingsströme noch einmal verschärft werden. Aber nichts anderes predigt ja der allgegenwärtige Neoliberalismus gebetsmühlenartig: Jeder gegen jeden. Nur der Stärkste wird überleben, der Kampf ums goldene Kalb ist zwar mörderisch, aber für den Sieger das höchste Glück auf Erden! Und so entwickelt sich eben auch bei uns in Europa, ähnlich wie in den USA, eine fatale Einstellung zur Gewalt, die vor Landesgrenzen keinen Halt mehr macht.
Die Brutalisierung der Gesellschaft beginnt mittlerweile schon in frühester Jugend, wie wohl jeder Lehrer bestätigen kann. Häusliche Gewalt, bedingt durch Armut und zerrüttete Familienverhältnisse setzt sich in Gewaltexzessen auf Schulhöfen fort und sind keine Einzelfälle sondern vielerorts schon Normalität.
Wenn Jugendbanden ganze Stadtteile in Angst und Schrecken versetzen, dann ist auch dies Terror! Und wenn mehrere Jugendliche einen Klassenkameraden auf offener Straße wegen einer Zigarette erschlagen oder andere einen Obdachlosen am Bahnhof wegen zehn Cent oder nur zum Zeitvertreib einfach tot treten, dann sind auch dies Amokläufe! (Gleichwohl es bei einem Großteil der Jugendrichter immer noch den unheilvollen Hang gibt, solche Schwerverbrechen mit Bagatell-Strafen zu ahnden, die oftmals weniger Sühne für die Täter, als eine Verhöhnung der Opfer oder ihrer Hinterbliebenen darstellen.)
Und so führt die Destabilisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse durch ökonomischen Druck, politische Interessen und das ‘Teile und Herrsche-Prinzip’ unter den Ärmsten, bei einer wachsenden Zahl an Verlierern des Systems zur monströsesten Form des Überlebenskampfes überhaupt: Dem Gedanken, dass die absolute Freiheit nur noch in der Ultima Ratio des Tötens gefunden werden kann. Eine ohnmächtige Wut gegen alle und jeden, eine Wut, die keine moralischen oder ethischen Schranken mehr akzeptiert, eine Wut, die keine rationalen Einwände mehr zulässt und sich hinter religiösen oder philosophischen Indoktrinationen verschanzt, die wir gemeinhin als Radikalismus bezeichnen, schlussendlich eine Wut, die nicht einmal Rücksicht auf die eigene Person mehr nimmt.
Deswegen werden uns auch in Zukunft diese Exzesse der menschlichen Seele begleiten, wenn wir die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht radikal aufbrechen:
Nur wenn wir es schaffen, in der Gesellschaft das Primat der Moral und des sozialen Denkens und Handelns wieder über den alles beherrschenden Profit und die damit verbundene tödliche Gier zu stellen, wenn wir wieder lernen, dass der Starke dem Schwachen helfen und ihn nicht noch mehr ausbeuten sollte, wenn wir begreifen, dass der massenhafte Tod in den Herkunftsländern der heutigen Flüchtlinge keine statistische Größe ist und dieselbe Empathie verdient, wie die Opfer bei Anschlägen in europäischen Städten und wenn wir unseren Kindern und Enkel diesen humanistischen Ethos schon ab frühester Kindheit vermitteln, hätten wir eine kleine Chance, dass sich die Gewalt nicht weiter verselbstständigt und damit solche Wahnsinnstaten, wie in Winnenden, Paris, Würzburg oder München doch nur Einzelfälle bleiben.

(Dadalus Uggla, 2016)

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